Möbel rücken

Wie ihr wisst sind wir ja seit Ende November stolze Besitzer einer Zentralheizung und das erste Zimmer im Obergeschoss ist fertig verputzt und mit einer Wandheizung ausgestattet. Somit bietet es sich an dieses Zimmer übergangsweise als Schlafzimmer zu benutzen, bevor in unserem jetzigen Schlafzimmer die Temperaturen wieder auf 5°C oder tiefer abfallen. Dazu musste noch der alte Dielenboden aufgearbeitet werden. Wolfgang hat sich tapfer 2 Tage lang abgemüht und ist auf allen vieren durch das Zimmer gekrochen und hat Diele für Diele geschliffen (eine Parkettschleifmaschine wäre für den Boden ungeeignet gewesen) und das Ergebnis kann sich sehen lassen. Nachdem wir den Boden noch geölt haben erstrahlt er in einem rustikalen Charme wie er in dieses Haus passt. Nicht nur das wir jetzt erstmal ein schönes Schlafzimmer haben, sonder man kann auch den Boden berühren ohne sofort eine staubige Hose zu haben. Ihr könnt euch gar nicht vorstellen wie sehr wir das gerade genießen. Damit es so bleibt betreten wir das Zimmer aber auch nur noch mit Socken, sonst würden wir schnell wieder den Dreck mit hinein schleppen.

Stück für Stück erwacht der Boden wieder zu Leben

Stück für Stück erwacht der Boden wieder zu Leben

Das Ergebnis

Das Ergebnis

Warm und sauber :-)

Warm und sauber 🙂

Wir hatten zwar von den Heizungsmonteuren auch ein Angebot über die Wasserinstallation aber da wir einen Teil schon selbst gemacht hatten, haben wir uns auch an den Rest selber gewagt. Zum einen haben sich die Monteure bis heute nicht mehr gemeldet, wir hätten also immer noch kein Wasser in der Küche, zum anderen hätten sie einen Teil unserer neuen Installation wieder entfernt, da sie ein anderes Rohrsystem benutzen und das wäre einfach nur Geldverschwendung und zudem ziemlich frustrierend gewesen. Bisher hatten wir nur einen kleinen Boiler für das warme Wasser im Bad, nun wollten wir einen größeren Pufferspeicher, den uns die Monteure schon aufgebaut hatten und der von der Pelletheizung gespeist wird, anschließen. Außerdem mussten wir kaltes und warmes Wasser in die Küche (EG) verlegen. Es lief alles wunderbar glatt und nach nur einem Tag waren wir fertig. Irgendwie hätte uns das stutzig machen sollen, denn bei unseren ersten Installationsversuchen hatten wir durchaus die eine oder andere undichte Stelle. Diesmal war von Anfang an alles dicht. Ich war gerade mit anderen Dingen beschäftigt und habe mich gewundert warum Wolfgang den Wasserhahn in der Waschküche bis zum Anschlag aufdreht (zumindest hat es sich für mich so angehört), habe mir aber tatsächlich nix weiter dabei gedacht, bis ich Wolfgang brüllen hörte. Naja 2 Minuten später hätte ich wahrscheinlich nasse Füße gehabt und auch gemerkt das irgend etwas nicht stimmt :-). Eine Rohrverbindung kurz vor dem Pufferspeicher hatten wir anscheinend doch nicht ordentlich verschraubt und durch das Aufheizen des Speichers wurde der Druck einfach zu groß und die Rohrverbindung hat sich gelöst. Und wenn Wasser mit 5 bar aus dem Rohr schießt dann plätschert es schon mal etwas lauter. Im Endeffekt war alles halb so wild, ich möchte mir nur gar nicht vorstellen was gewesen wäre wenn die Rohrverbindung erst Nachts dem Druck nicht mehr standgehalten hätte… Vermutlich hätte sich das Wasser aber schon einen Weg ins Freie gesucht, die Türen sind ja alle nicht besonders dicht 🙂  

Nachdem am folgenden morgen immer noch alle Wasserleitungen dicht waren und keine weiteren Überraschungen passiert sind konnten wir die Küche wieder ins Erdgeschoss umziehen. Auch wenn die Wände noch nicht fertig gestrichen sind und ein bisschen Farbe von der Decke schon wieder abblättert, hier ist es wenigstens warm, die Speisekammer ist direkt nebenan, es gibt viel Platz und es ist alles vorhanden was eine Küche braucht. Der Rest wird auch noch,… irgendwann 😉

Prasselndes Kaminfeuer

Prasselndes Kaminfeuer

und eine gemütliche Küche

und eine gemütliche Küche

Damit wir im Obergeschoss auch bald noch mehr Zimmer nutzen können, müssen noch die Außenwände mit Leichtstampflehm gedämmt werden. Alle nötigen Vorarbeiten haben wir jetzt erledigt, wie z.B. restliche Tapeten und Putz entfernen umd Fenster ausbauen da der Rahmen später stören würde. Die Fenster wurden provisorisch wieder eingebaut und müssen vor dem endgültigen Einbau noch nach und nach aufgearbeitet werden. Außerdem musste für den Stampflehm eine Hilfskonstruktion in jedem Zimmer gebaut werden, ähnlich wie eine Holzkonstruktion für eine Trockenbauwand. Und zu guter Letzt muss ein Teil der geplanten Elektrik fertig sein bevor wir stampfen können, da wir Kabel und Dosen, so weit möglich, gleich in der neu entstehenden Lehmwand verstecken wollen. Ich geb zu, ich habe inzwischen völlig den Überblick verloren welches Kabel wohin führt und welches Zimmer mit welchem verbunden ist. Aber den Überblick hat zum Glück Wolfgang ;-). Das sind alles Arbeiten die man hinterher nicht mehr sieht, die uns aber im Moment unglaublich „aufhalten“.

Nummer 1 von 6 Holzkonstruktionen

Nummer 1 von 6 Holzkonstruktionen

bei uns scheint immer die Sonne :-)

bei uns scheint immer die Sonne 🙂

Kabelwirrwarr

Kabelwirrwarr

Für den geplanten Heuboden über dem Ziegenstall haben wir inzwischen eine große Lieferung Bretter bekommen (150 qm), allerdings warten sie immer noch auf ihren Einsatz. Tja, man kann nicht alles auf einmal machen. Ab und zu müssen wir das wohl akzeptieren. Nun sind wir sehr gespannt ob das nächste Woche mit dem Leichtstampflehm alles so klappt wie geplant und wir bald noch das eine oder andere warme Zimmer im Obergeschoß haben.

Hier wartet noch Arbeit

Hier wartet noch Arbeit

4 Gedanken zu „Möbel rücken

  1. toll, was ihr bis jetzt geschafft habt, das haus sieht immer wohnlicher und gemütlicher aus……da möcht man ja fast Urlaub machen 🙂 🙂

  2. Halli, hallo – wir „verfolgen “ euch schon längere Zeit und bewundern euer Durchhaltevermögen und euer handwerkliches Geschick – macht weiter so!

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