Mikado XXL

Die Zeit verrennt, das merkt man vor allem wenn man sich selber den letzten Blogeintrag durchliest und sich fragt was seit dem alles passiert ist.

Fangen wir wieder mit dem Dach vom Grasehaus an. Trotz professioneller Abdichtung ist es leider immer noch nicht 100%ig dicht aber es ist zumindest deutlich besser, statt gefühlten 50 Eimern brauchen wir nur noch 8 um sie unter die Löcher zu stellen :-). Das heisst das wir bei jedem kräftigen Regenschauer mit Kreide, Klebeband und Taschenlampe bewaffnet ins Grasehaus laufen um die noch vorhanden, klitzekleinen, Löcher zu markieren und später dann abzudichten.

Zwecks dem Regenwasser das nicht dahin fließt wo es soll (siehe letzten Beitrag), haben wir nun einen Teil der Leitung aufgegraben und festgestellt das die alten Rohre zum einen viel zu klein dimensioniert waren, in Bezug auf die Größe der Dachfläche, und zum anderen mindestens zu 3/4 mit Erde zugeschlämmt waren. Dort konnte nicht mehr wirklich viel Regenwasser hindurch. Wir mussten also die alten Rohre entfernen und durch neue ersetzen. und wieder alles zuschaufeln. Bei richtig schönem schweren Lehmboden war das eine ordentliche Knochenarbeit. Nun müssten wir eigentlich noch bis zu einem weiteren Schacht, der in der Mitte des Hofes liegt, weiter aufgraben und die Rohre austauschen aber damit werden wir wohl erstmal noch warten bis wir eh mal einen Minibagger hier auf dem Hof haben. Hauptsache das Wasser ist erstmal weg vom Haus.

Neue Regenwasserleitung

Neue Regenwasserleitung

Der Schacht muss wieder zugemauert werden

Der Schacht muss wieder zugemauert werden

In einer mehr oder weniger spontanen Aktion haben wir einen mehr als windschiefen Holzanbau am Wohnhaus abgerissen. Es war von Anfang an klar das der Anbau weg muss, da er schon sehr einsturz gefährdet aussah. Das Problem war nur, das wir ihn nicht einfach nach vorne wegreißen konnten da hier eine Stromleitung lang läuft und wir die ziemlich sicher mit abgerissen hätten. Also standen wir an einem schönen warmen Sonntagvormittag vor dem Anbau und überlegten uns wie wir das am besten angehen. Wir haben uns darauf geeinigt das es das Beste wäre einfach mal nach und nach beim Dach anzufangen und der Rest ergiebt sich dann schon irgendwie.Das Dach bestand aus Brettern und ca. 5-7 Schichten Dachpappe. Richtig alte, schön mit Teer getränkte Pappe. Die Zigaretten konnte sich Wolfgang an dem Tag sparen 🙂 Bis zum Abend war das komplette Dach unten und wir sahen aus wie zwei Schornsteinfeger, so schwarz waren wir im Gesicht. Die gesamte Dachpappe und einige Bretter sind dann einige Tage später in einen Container gewandert, da kam deutlich mehr zusammen als wir gedacht hätten.
Nach und nach haben wir die einzelnen Balken versucht zu entfernen und waren immer darauf bedacht das Ganze nicht zu früh zum Einsturz zu bringen sondern halbwegs kontrolliert abzubauen. Als wir weit genug waren, das die Stromleitung nicht mehr in Gefahr war, haben wir an die eine oder andere Stelle ein Seil angebunden und mit vereinten Kräften Balken umgezogen. Man kam sich vor wie bei einem Mikado XXL. An welchem Stöckchen darf ich ziehen ohne das was zusammen fällt bzw. wo muss ich ziehen wenn ich will das was zusammenfällt 😉 Nun ist der Schuppen weg und wir haben einiges an Brennholz, die nächsten Lagerfeuer sind gesichert 🙂

Erstmal das Dach weg

Erstmal das Dach weg

sieht ganz schön chaotisch aus

sieht ganz schön chaotisch aus

darf ich hier ziehen :-)

darf ich hier ziehen 🙂

ganz schön stabil

ganz schön stabil

Mikado XXL :-)

Mikado XXL 🙂

In der Küche sind die ersten Schlitze geklopft und Dosen verlegt. Außerdem hat Reinhold ein großes Loch im Mauerwerk geflickt. Wir machen also nicht nur alles kaputt, ab und zu bauen wir auch wieder auf 🙂

Neue Dosen in der zukünftigen Küche

Neue Dosen in der zukünftigen Küche

hier wird zur Abwechslung mal zugemauert

hier wird zur Abwechslung mal zugemauert

Im Esszimmer sind 2 weitere Wände verputzt und ein Fensterbrett eingebaut. Das andere Fensterbrett ist fertig zugesägt und wartet nur noch auf den Einbau.

neu verputzte Wand und Fensterbrett

neu verputzte Wand und Fensterbrett

Über dem zukünftigen Ziegenstall liegt noch jede Menge altes Heu und Stroh. Da es vermutlich an die 50 Jahre alt ist, kann man es leider nicht mehr wirklich verwenden oder verkaufen. Da wir aber zum einen mal kontrollieren müssen ob hier evtl. noch morsche Bretter auf dem Boden sind, die ausgetauscht werden müssten, und zum anderen ja irgendwann unser eigenes Heu und Stroh lagern wollen, muss das alte entfernt werden. Da der Giebel sowieso kaputt ist geht es am schnellsten alles dort hinunter zu werfen. Ohne Staubmaske geht allerdings gar nichts und selbst dann ist es nicht ohne. Wir haben zu dritt, mit Dominik, schon einiges nach unten geschafft aber es ist vermutlich noch nicht einmal die Hälfte. Wenn alles unten ist kann man ja vielleicht mal von oben in den Heuhaufen springen 🙂

und das ist lange noch nicht alles

und das ist lange noch nicht alles

In der letzten Zeit hatten wir viel Besuch und die ersten Feten. Es ist richtig schön wenn so viel Leben hier auf dem Hof ist und es ist genug Platz das man trotzdem immer noch ein ruhiges Fleckchen findet. Wir haben uns sehr über alle gefreut und hoffen das der eine oder andere bald wieder kommt.

Micha lernt wie man mit Lehm arbeitet

Micha lernt wie man mit Lehm arbeitet

Lagerfeuer und ein kühles Bier zum Feierabend, was will man mehr

Lagerfeuer und ein kühles Bier zum Feierabend, was will man mehr

Das letzte bisschen Schatten wird ausgenützt

Das letzte bisschen Schatten wird ausgenützt

Ein kräftiger Regenguss kann uns doch nicht schrecken :-)

Ein kräftiger Regenguss kann uns doch nicht schrecken 🙂

Steine sind das Grösste

Steine sind das Grösste

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