Die längsten 4 Löcher unseres Lebens

Hauptthema bei uns ist immer noch das Bad. Ab und zu war es ein auf- und wieder abbauen. So wurde die Toilette zwischenzeitlich wieder abgehängt oder eine Rigipsplatte musste wieder runter oder die Duscharmatur musste nochmal ab… 🙂 Dafür sitzt langsam jeder Handgriff.

das soll mal eine Dusche werden

das soll mal eine Dusche werden

Fortschritt oder Rückschritt? Hier war schonmal eine Toilette

Fortschritt oder Rückschritt? Hier war schonmal eine Toilette  

Nachdem wir mit der Vorwandinstallation der Dusche fertig waren und alles schön verspachtelt und mit einer Sperrfarbe gestrichen war konnten wir endlich die Duschwanne einsetzen. Da wir uns in den Kopf gesetzt hatten das wir eine Bodenebene Dusche möchten musste dafür erstmal noch ein bisschen Boden heraus gemeißelt werden. Im Endeffekt hat es aber besser geklappt als wir gehofft hatten. Die Duschwanne war gesetzt und Wolfgang hat sie fleißig eingeschäumt, naja welche Menge an Bauschaum wir benötigen müssen wir wohl noch ein bisschen üben. Viel besser als bei meinen Fensterbrettern sah es auch nicht aus 🙂 Am nächsten Tag ging es endlich daran die Wand in der Dusche zu fliesen. Uns war klar das keine Fliese herunterfallen darf, sonst wäre nicht nur die Fliese kaputt sondern vermutlich auch die Duschwanne. Tja was soll ich sagen. Wolfgang hat fast die ganze Wand gefliest ohne eine Fliese fallen zu lassen. Ich habe ungefähr 2 oder 3 kleine Fliesen an die Seiten geklebt und prompt ist mir eine runter gefallen. Fazit: die Fliese war noch ganz, die Wanne hat jetzt ne Macke. Was lernen wir daraus, ich werde bei den nächsten Fliesen lieber wieder den Handlanger spielen und Wolfgang fliesen lassen, so hat das gut funktioniert :-).

Die Fliesen sind dran

Die Fliesen sind dran

Die Vorfreude auf die langersehnte Dusche wächst. Nach dem Verfugen und Silikonisieren ging es nur noch darum 7 Löcher in die Fliesen zu bohren um die Duschstange und den Duschvorhang aufzuhängen. Alles kein Problem, dachten wir zumindest. Was wir bis dahin nicht wussten war, Feinsteinzeug lässt sich nicht bohren!!! Zuerst bin ich in den Baumarkt gefahren um einen Fliesenbohrer zu kaufen. Wieder zurück mussten wir schnell feststellen das es damit auch nicht besser ging. Gegoogelt, festgestellt das die meisten was von Steinbohrer schreiben (wohlgemerkt bei Keramikfliesen, daran haben wir aber in dem Moment noch nicht gedacht) und wieder in den Baumarkt gefahren um einen Satz neuer Steinbohrer zu kaufen, in der Annahme unsere wären einfach schon zu alt. Das Ende vom Lied, statt 7 haben wir nur 4 Löcher gebohrt und haben dafür ca. 4 -5 Stunden benötigt und hatten beide am nächsten Tag einen ordentlichen Muskelkater in den Oberarmen und Brustmuskeln. Kleiner Tipp für alle die mal Feinsteinzeug bohren müssen, das Zauberwort heißt Diamantbohrer. Die Dusche am Abend hatten wir uns mehr als verdient und haben es auch sehr genossen.

Endlich duschen

Endlich duschen

kleine Undichtigkeiten

kleine Undichtigkeiten

Die nächste Aufgabe hieß Heizung. Der alte Heizkörper war zu klein dimensioniert und außerdem an der falschen Stelle. Trotz aller Bedenken wurden die alten Kupferheizungsrohre durchgesägt und neue daran angeschlossen. Und auch dies ging deutlich einfacher und besser als wir erwartet hatten. Bis zum Abend lief die Heizung wieder und wir mussten nicht, wie zumindest meinerseits befürchtet, das Wochenende frieren.

der neue Heizkörper

der neue Heizkörper

Seit 3 Tagen ist auch die restliche Vorwandinstallation fertig und die Wand + Rigipsplatten sind verputzt. Langsam sieht man, was das ganze mal werden soll.

Das wird doch langsam

Das wird doch langsam

fehlt nur noch ein bisschen Farbe

fehlt nur noch ein bisschen Farbe

Zwischenzeitlich hatten wir auch den ersten Übernachtungsgast, hallo Karin, ich hoffe es war nicht allzu schlimm hier, und damit wieder eine fleißige Helferin. Da ich gelernt habe das auf Leimfarbe keine andere Farbe hält sondern diese immer ab muß, haben Karin und ich die Decke im Esszimmer bearbeitet und versucht die alte Farbe abzubekommen. Nur um dabei festzustellen das sie eh an mehreren Stellen hohl liegt und es besser wäre gleich den ganzen Putz abzunehmen und neu zu verputzen. Das wird dann wohl unsere nächste Aufgabe sein.

Auch im Obergeschoß geht es nun weiter. Wir haben uns einen Handwerker geholt der in einem Zimmer die beiden Außenwände fachgerecht dämmen und mit Lehmputz versehen will. Dabei werden wir tatkräftig helfen und uns so hoffentlich genug Sachkenntnis aneignen um die anderen Räume selber sanieren zu können. Zuvor musste aber noch der restliche Putz von den Wänden ab, da es sich zum Teil um Zementputz handelte und dieser nicht besonders gut für Fachwerk und Lehm ist. Während Karin und ich den Putz von den Wänden klopften hat Wolfgang, paar Tage später, die alten Leitungen aus den Wänden entfernt, was mal wieder detektivischen Spürsinn erforderte 🙂 Am Ende des Tages herrschte das blanke Chaos in dem Zimmer, irgendwie macht zerstören manchmal auch richtig Spaß 🙂

Tratschen muß auch mal sein

Tratschen muß auch mal sein

Nach der Verwüstung

Nach der Verwüstung

Bereit zum Neuaufbau

Bereit zum Neuaufbau

 

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